In Ismaning schwebte man nach 15:0 Toren und 6:0 Punkten aus den letzten beiden Spielen sichtlich auf Wolke sieben. Mit dem Rückenwind sollten am gestrigen Sonntag die nächsten drei Punkte auf das Konto verbucht werden. Aus dem geplanten Tabellensprung wird nach der 2:1 Niederlage beim SV Istiklal aber erstmal nichts.

Wie zuletzt konnten die Zuschauer einen Ballbesitzüberhang bei den Blauen beobachten. Allerdings – im Gegensatz zu den letzten beiden Wochen – war dieser häufig nicht von Dauer und wurde durch zahlreiche Fehlpässe und leichtfertige Ballverluste immer wieder unterbrochen.

So auch in der bereits 11. Minute als die Hausherren einen Ballverlust in der viel zu weit aufgerückten Ismaninger Mannschaft für einen schnellen Konter ausnutzten. Der herausgeschlagene Ball war maßgerecht auf dem Fuß von Mükremin Bingöl gelandet. Dass er das Laufduell mit Demir Inajetovic nicht gewinnen konnte, war ihm anscheinend klar und so zog er einfach mal aus 30m ab. Der Ball schlug unhaltbar neben dem Pfosten ein und die Gastgeber führten überraschend mit 1:0. Wie in der Vergangenheit bereits des Öfteren zu beobachten, war der Gegner mit der ersten Aktion bereits erfolgreich, während die Ismaninger schon die ersten Möglichkeiten verstreichen ließen.

„Zuviel klein, klein durch die Mitte, den Ball ins Tor tragen anstatt den Abschluß zu suchen und entgegen der taktischen Marschrichtung“ bemängelte Leidenberger das Spielgeschehen bis dahin.

Eine Viertelstunde später kamen die Gastgeber zum zweiten Mal zu einer vermeidbaren Torchance. Auch hier waren die Ismaninger selbst der Auslöser. Der ansonsten zweikampfstarke Felix Arnold brachte sich selbst unnötig in Schwierigkeiten, in dem er keinen klaren Ball spielte, sondern als letzter Mann wartete, unglücklich auf dem Kunstrasen umknickte und das Leder dem gegnerischen Stürmer überließ. Das dieser dann aus dem kurzen und eigentlich unmöglichen Winkel auch noch Torwart Deniz Sonkaya tunnelte, passte zu dem Tag. So stand es 2:0 für den direkten Tabellennachbarn nach zwei Möglichkeiten.

In der Folgezeit zeigten sich aber auch die Ismaninger immer wieder vor dem Tor des Gegners. Allerdings viel zu harmlos waren die Torabschlüsse. Zumeist landete der Ball direkt in der Tormitte und der Torwart hatte keinerlei Probleme. Der nach wie vor verletzungsbedingt an die Seitenlinie verbannte Helmut Leidenberger konnte das Geschehen und die fehlende Chancenausbeute nur mit Kopfschütteln zur Kenntnis nehmen.

Kurz vor der Halbzeit gab es dann noch einen bösen Zusammenprall zwischen einem Stürmer von Istiklal und dem Schlußmann der Ismaninger Deniz Sonkaya. Dieser konnte bis zur Halbzeit noch durchhalten, mußte dann allerdings mit Yannick Poyda ersetzt werden. Leidenberger ersetzte auch eine der beiden bis dahin wenig effektiven Außenbahnen neu und brachte für den angeschlagenen Daniel Bieringer den zuletzt erfolgreichen Albert Delijaj ins Spiel.

Dieser brachte die Ismaninger nach einer 20-minütigen Durststrecke auch wieder ins Spiel, als er aus dem Getümmel heraus den Ball zum Anschlußtreffer im Tor der Hausherren unterbrachte.

Der weitere Verlauf des Spiels war wie zuletzt bei allen anderen Partien zuvor. Die Ismaninger drückten, die Gastgeber konnten nicht mehr. Aber zu zerfahren war das Ismaninger bemühen und zu unkonzentriert war man vor allem im Torabschluß.

Die beste Chance hatte dann noch der zuletzt mehrfach erfolgreiche Kayra Arikan. Nach einem Freistoss in die Mauer, traf er den Abpraller nur noch dürftig. Während alle Spieler bereits abschalteten hüpfte der Ball aber noch an den Innenpfosten und von dort quer zur Torlinie wieder heraus. Symbolisch für den Spieltag war keiner der Ismaninger nachgerückt oder hatte auf den Ball reagiert. So schauten alle Akteure – Gäste wie Gastgeber – zu, wie der Ball die Gefahrenzone verließ.

Leidenberger war nach dem Match bedient und zog auch eine klare Bilanz: „Heute war ein realistischer und ordentlicher Sprung in der Tabelle möglich. Die Niederlage war völlig unnötig, mit der von uns allen gezeigten Leistung leider aber vollkommen richtig und wichtig. Wir hatten einen klaren Plan wie wir das Spiel angehen wollen und haben während der 90 Minuten leider fast nichts davon umgesetzt. Dann als Sieger vom Platz zu gehen würde ja alles auf den Kopf stellen und zeigen ‚Hey ich kann spielen wie ich will, das geht immer‘ – eben nicht. Es ist sehr schade, dass wir uns zu unserem letzten Spiel nicht selbst belohnt haben. So müssen wir jetzt die Winterpause lang einen dämlichen Tabellenplatz ansehen. Andererseits soll dies ein Warnschuss vor der Rückrunde sein und alle wachrütteln, damit wir im März anders aufmarschieren. Wir werden die Zeit nutzen, die Vorrunde zu analysieren und die richtigen Maßnahmen abzuleiten. Konzentriert und diszipliniert haben wir noch genug Zeit unser Saisonziel zu erreichen. Geschenkt wird uns dabei aber nix.“

Quelle: Bernd Klöpfer

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Die Ismaninger mussten am gestrigen Sonntag auf heimischen Rasen gegen den direkten Tabellennachbarn aus Olympia Moosach antreten. Die Gäste hatten zwar keinen guten Saisonstart hinlegen, dennoch aber auch Ergebnisse gegen Mitkonkurrenten erzielen können, die zur Vorsicht riefen. Hatte Coach Leidenberger gegen den ESV Freimann noch die schnellen Gegentreffer beklagt, so wollte er sein Team diesmal disziplinierter eingestellt wissen.

Solche 6-Punkte Spiele können für Zuschauer mal sehr interessant und spannend, oder aber auch aufgrund Ängsten extrem langweilig werden. Letzteres konnte man von diesem Aufeinandertreffen beileibe nicht behaupten.

Bereits in den ersten Minuten des Spiels wurde deutlich, dass keine der beiden Mannschaften auf weniger als 3 Punkte aus war. Die Gäste, die in den vergangenen Spielzeiten bereits zweimal aufgestiegen waren und sich nun in der Kreisklasse behaupten wollen, zeigten gleich, dass sie ein eingespieltes Team sind. Die Ismaninger agierten in einer leicht veränderten Aufstellung und Formation. Beide Teams zeigten sich in der ersten Viertelstunde gut sortiert und ließen den Ball laufen.

Erste Möglichkeiten gab es ebenso auf beiden Seiten, wobei die erste nennenswerte Chance ein Gästefreistoss über das Ismaninger Gehäuse war. Der FCI war frühzeitig gezwungen umzustellen, nachdem Helmut Leidenberger nach 20 Minuten mit einer Muskelverletzung das Spielfeld räumen musste. Vom Platz weg wechselte er dafür den jungen Albert Delijaj als Angriffsersatz ein und dirigierte von da an sein Team von der Seitenlinie aus. Verstärkt wurde er von Walter Werner, dem neuen sportlichen Leiter des FCI. Dass sich beide gut verstehen, konnte man als Beobachter deutlich erkennen. Da wurden die Köpfe zusammengesteckt, Spielsituationen analysiert und Instruktionen erteilt. Mit Erfolg.

Es dauerte bis zur 37. Minute ehe die Blauen dann endlich jubeln durften. Zu diesem Zeitpunkt hatte man Ball und Gegner sicher im Griff, nur Zählbares war noch nicht herausgekommen. Über die rechte Seite hatte Benedikt Schwenke den bereits letzte Woche stark spielenden Maxi Schachtner schön die Linie lang geschickt. Dieser ließ noch einen Verteidiger aussteigen bevor ein strammer Pass in den 16er Rückraum erfolgte. Der eingewechselte Albert Delijaj ließ den Ball noch durch die Beine zum besser postierten Kayra Arikan durch und dieser vollstreckte eiskalt. Das dieses Tor Aufschwung gab, mussten die Gäste dann bereits 5 Minuten später schmerzhaft spüren.

Ähnlich wie das 1:0 gab es auch hier wieder eine Arikan-Delijaj Kooproduktion. Zuerst wurde Albert Delijaj im Halbfeld zu Fall gebracht. Den fälligen Freistoss zog Kayra Arikan gekonnt in den 16er. Im Getümmel schaltete Albert Delijaj am schnellsten und schoss zum 2:0 Halbzeitstand ein.

Die Gäste aus Moosach wollten es nach dem Anpfiff der 2. Halbzeit nochmals wissen und erhöhten für 10 Minuten spürbar den Druck auf das Ismaninger Tor. Anders als noch eine Woche zuvor, stand die Ismaninger Defensive um das neue Innenverteidiger-Team Demir Inajetovic und Florian Adam dieses Mal aber 100%ig. Die Gäste konnten noch eine Handvoll Abschlüsse erreichen, aber den Torwart der Hausherren, Deniz Sonkaya nicht in Gefahr bringen.

Die Ismaninger ihrerseits waren auch für Halbzeit 2 anscheinend gut eingestellt worden und spielten schnell und konzentriert ihre Angriffe auf das Gästetor. In der 55. Minute konnte Kayra Arikan erneut einen Eintrag in die Torjägerliste machen als er einen schönen Alleingang verwandelte.

Albert Delijaj war es zur Freude seines Trainers dann, der einen langen Ball stark mitnahm und den letzten Gegenspieler schnell überlief. Seine mustergültige Ablage, mußte Kapitän Maxi Ertl nur noch über die Linie drücken. Mit dem 4:0 brach nicht nur die Moral der Olympioniken ein, sondern auch deren Laufleistung. Die sich daraus ergebenden Räume nutzen die Ismaninger schnell und effizient zu einem 3-fach Schlag in der 85., 88. und 89. Minute. Dabei konnten sich auch noch Daniel Kojcinovic und erneut Kayra Arikan in die Torschützenliste eintragen der damit einen 3er Pack schnürte.

In Anbetracht der Gästeleistung gerade der ersten Hälfte erscheint das Ergebnis am Ende etwas zu hoch. Gleichwohl ließen die Ismaninger durchaus noch zwei bis drei 100ige Torchancen im Schlussdrittel liegen. Das Trainerteam der Ismaninger zeigte sich nach dem Abpfiff verständlich zufrieden mit der Leistung ihres Teams. Helmut Leidenberger stellte dabei besonders heraus, dass ihn die konsequente Umsetzung der taktischen Marschrichtung besonders gefallen hat. Ein ausdrückliches Lob hatte er aber auch noch für zwei Spieler: „Florian Adam hat heute die Innenverteidigung extrem vorbildlich gespielt obgleich ich weiß, dass dies eigentlich nicht seine Traumposition ist. Seine Leistung spiegelt aber den Charakter des neu formierten Teams gut wieder: in den Dienst der Mannschaft stellen und das Beste geben. Das hat er heute hervorragend gemacht. Bei Albert Delijaj war es ähnlich. Gerade bei Jokereinsätzen ist es erst mal schwer ins Spiel zu kommen. Albert hat heute viele Dinge perfekt umgesetzt, an denen wir gemeinsam schon seit Längerem arbeiten. Er hat sich heute genau dafür belohnen können und ein starkes Spiel gemacht.“                  

Mit den Feldmochingern kommt nächste Woche ein starker Gegner nach Ismaning. Nach einer extrem starken Phase zum Saisonstart, ließen diese in den vergangenen Spieltagen einige Punkte liegen. In der Krise ist dieses Team sicher nicht und wird den Ismaningern wieder alles abverlangen. Ein spannendes Spiel darf erwartet werden.

Quelle: Bernd Klöpfer

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Die Ismaninger mussten am letzten Wochenende gegen den Tabellenvierten antreten. Die Gastgeber hatten zuletzt einen durchwachsenen Saisonverlauf mit gleich vielen Siegen wie Niederlagen und zum Teil überraschenden Ergebnissen. Die Blauen waren also gewarnt.

Wie zuletzt, wurde auch der spätere Spielverlauf relativ früh durch eine 100%ige Chancenauswertung der Gegner vorgezeichnet. Mit dem ersten Freistoss konnte Freimann einen unhaltbaren Kopfball ins Tor von Keeper Deniz Sonkaya setzen. Dabei streifte der Gästestürmer den Ball am 16-Meterraum so glücklich mit dem Kopf, dass er genau ins kurze Toreck flog.

Dem zweiten Treffer des Spiels sollte eine sportlich fragwürdige Aktion vorausgehen. Der in der eigenen Hälfte startende Kayra Arikan wurde zuerst gezogen und dann mit einem Foul so vom Ball getrennt, dass er verletzt liegen blieb. Der in unmittelbarer Nähe postierte Schiedsrichter ging zwar zum Spieler, unterbrach das Spiel aber nicht. Während sich gegnerische wie Ismaninger Spieler um den Verletzten postierten, nahm sich Hausherren-Torjäger Dusan Savic den Ball, spielte einfach weiter und vollstreckte unbedrängt zum 2:0.

Die zwischenzeitliche Aufregung konnte der FCI glücklicherweise schnell ablegen und investierte mehr in die Offensive. Einige aussichtreiche Möglichkeiten wurden dabei sträflich liegen gelassen. Allein Torjäger Daniel Kojcinovic hätte mindestens 2 weitere Treffer auf sein Konto schreiben können. Im 1 gegen 1 scheiterte er aber leider beide Male alleine vor dem Torwart. Einen langen Ball auf Helmut Leidenberger konnte dieser zwar am Keeper vorbeischieben, die Rettung vor der Linie erfolgte aber durch einen mitgelaufenen Verteidiger.

Nach der Halbzeit sollte das Spiel ähnlich beginnen wie in Hälfte 1. Die Ismaninger hatten zwar den Ballbesitz aber auch zu viele Fehlpässe im letzten Drittel. Die Freimanner ihrerseits machten es deutlich besser und erhöhten durch drei schnelle Treffer auf ein vermeintlich aussichtloses 5:0. Einen Ball zum 6:0 konnte Keeper Deniz Sonkaya mit einem tollen Reflex im letzten Moment noch über die Latte retten. An den anderen Treffern ließ ihm der Gegner keine Chance. So mußten sich die Ismaninger nach 6 Torschüssen mit 5 Gegentreffern konfrontiert sehen.

So enttäuschend die Anzahl der eingefangenen Tore auch ist, so beeindruckend war die Einstellung des Teams zur Gegenwehr. Selbst nach dem 5:0 Tiefschlag steckten die Gäste nicht auf. Deutlich erkennbar wurden jetzt die läuferischen Reserven. Mehr und mehr wurden die Gegner jetzt überlaufen und Tormöglichkeiten herausgespielt.

Es dauerte aber bis zur 69. Minute um Zählbares zu erreichen. Einer seiner vielen Flankenläufe an diesem Tag konnte Maxi Schachtner für eine passgenaue Flanke in den Strafraum nutzen. Der Ball landete direkt bei Helmut Leidenberger, der den Ball volley ins Netz beförderte. Nur sechs Minuten später war es erneut Helmut Leidenberger der diesmal perfekt von Kapitän Maxi Ertl in Szene gesetzt werden konnte. Er ließ sich nicht zweimal bitten, umlief den Torwart und vollstreckte zum 5:2 Anschlußtreffer. Mit den beiden Treffern konnte man trotz des hohen Rückstandes nochmals deutliche Gegenwehr verspüren. Als dann 2 Minuten später der Ball über Kayra Arikan zu Leidenberger kam und dieser den Ball auf den mitgelaufenen Benedikt Schwenke durchsteckte, jubelten die Ismaninger bereits zum 3. Mal in 8 Minuten.

War das Spiel bereits zuvor durch zahlreiche (ungeahndete) taktische Fouls im Spielfluß unterbrochen, so steigerte sich dies in der Schlußviertelstunde nochmals deutlich. Gerade die Ismaninger Angriffe wurden jetzt ein um das andere Mal durch Fouls oder Trikotziehen verzögert und gebremst. Doch auch das konnte die Gäste nicht davon abhalten weiter Druck auf das Freimanner Gehäuse auszuüben. Die Hausherren hatten alle Hände voll zu tun, jetzt ihren zuvor sehr deutlichen Vorsprung zu verteidigen.

Christos Ketikidis prüfte den Keeper mit einem strammen Schuss aus 20m. Dieser konnte im letzten Moment vom Keeper abgelenkt werden. Auch Kayra Arikan tauchte noch 2 mal alleine vor dem Freimanner Gehäuse Einschuss bereit auf, wurde jedoch deutlich unberechtigt vom Referee zurückgepfiffen. In Summe konnte man wieder mal erkennen, welches Potential in dem Team grundsätzlich steckt. Ein Ausgleich zum 5:5 war alleine in Halbzeit 2 durchaus drin gewesen. Es gilt jetzt in den nächsten Einheiten dafür zu sorgen, dass erst gar nicht so ein Rückstand auf das Gemüt drückt und das Team mal aus einer Führung heraus agieren kann. Tore macht man im Quervergleich ja genug und ist unter den Bestplatzierten.

Am Sonntag kommt ein direkter Tabellennachbar nach Ismaning. Mit Olympia Moosach und dem FCI treffen zwei Mannschaften aufeinander, die beide derzeit am Tabellenende gastieren. Dennoch darf ein spannendes Spiel erwartet werden.

Quelle: Bernd Klöpfer

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Vor dem gestrigen Spiel der Ismaninger Reserve warnte der Trainer noch seine Mannen vor dem erstarkten griechischen Gastgeber. „Die in der Vorbereitung durch viele Abwesenheiten geschwächten Clubs brauchen alle ihre 6 – 8 Wochen zum Nachholen und werden dann anfangen zu punkten.“ hatte Helmut Leidenberger unter der Woche prognostiziert. Hatte der FC Pontos gegen den ESV Freimann in der Vorwoche erst in der 90. Minute das 1:2 gefangen, war dies ein ganz anderer Auftritt, als in den zum Teil erlittenen 10:0 Niederlagen gegen Fasanerie-Nord oder Garching. Die Ismaninger waren also gewarnt.

Dass Leidenberger mit seiner Einschätzung richtig liegen sollte, zeigten die Hausherren auch gleich eindrucksvoll  in den ersten Minuten des sonntäglichen Spieltages. Während die Ismaninger in der Anfangsphase vermeintlich Ball und Gegner beherrschten, nutzten die Griechen die ersten beiden sich bietenden Gelegenheiten kaltschnäuzig aus. Bereits in Minute 3 musste Deniz Sonkaya das erste Mal den Ball aus dem eigenen Netz holen. Ein schneller Angriff der Gäste über die rechte Seite vollstreckte der Stürmer unhaltbar ins kurze Toreck. Vorangegangen war ein leichtsinniger Ballverlust im Mittelfeld des Ismaninger Aufbauspiels.

Die Blauen sicherten sich einen deutlichen Ballbesitzanteil und ließen Ball und Gegner laufen. Allerdings wurde die Bemühungen immer wieder durch ungenaue Zuspiele und leichtfertige Ballverluste selbst gestoppt und ermöglichten den Hausherren Kontersituationen. In Minute 32 führte ein unnötiges Dribbling in der Rückwärtsbewegung durch den zuletzt stark aufspielenden Kayra Arikan zu einem direkten Gegenangriff mit erfolgreichem Abschluss. 2:0 Rückstand gegen das Tabellenschlußlicht.

So unglücklich das 2:0 durch ihn eingeleitet wurde, so deutlich war seine Antwort bereits 3 Minuten später. Einen 25m Freistoss aus halblinker Position ließ sich Kayra Arikan nicht nehmen. Wie zuletzt bereits gegen die Garchinger, legte sich der Mittelfeldmann den Ball zurecht und nahm Maß. Während die Gastgeber aus der Entfernung noch auf eine Flanke spekulierten, setzte Arikan das Leder passgenau ins rechte obere Eck des Tores.

Bis zur Halbzeit kamen die Gäste durch schöne Zuspiele von Sebastian Heinenberg und Kapitän Maxi Ertl noch zu einigen sicheren Einschußmöglichkeiten. Diese wurden aber durch den lädierten und teilgenesen FCI-Sturm um Daniel Kojcinovic und Helmut Leidenberger allesamt am Tor vorbeigesetzt. Ein besonders schönes Zuspiel von Demir Inajetovic konnte Leidenberger allein vor dem Torwart nicht verwerten sondern setzte das Leder über die Latte. Bis zur Halbzeit hatte der FCI bereits Chancen für 2-3 Tore. Insgesamt war beiden Sturmpartnern an diesem Spieltag die 2-wöchige verletzungsbedingte Zwangspause deutlich anzumerken. Zu viele Bälle versprangen oder konnten nicht verwertet werden.

Das der FCI an diesem Tage überhaupt so auftreten konnte, verdankte er nicht zuletzt der sehr guten physiologischen Abteilung um Peter Rein, den „Tape-Gott“ wie Leidenberger seinen fussballbegeisterten Physiotherapeuten nennt. Hatte er doch noch tags zuvor mit seinen Fähigkeiten 3 Spieler aus der Startformation spielfähig bekommen. „Ohne seinen Einsatz hätten wir heute sicher mit mindestens 2 Leuten weniger auflaufen können. Dafür gilt ihm besonderer Dank und Anerkennung.“ 

In Hälfte 1 konnten die Maßnahmen noch nicht die gewünschte Wirkung zeigen. Deshalb mussten die Gäste den Pausentee zwangsweise mit dem 1:2 Rückstand antreten. Das Bild sollte sich erst in Halbzeit 2 ändern.

Wie zuletzt gegen den FC Fasanerie – Nord versuchten die Blauen aber auch gegen den FC Pontos in der 2. Halbzeit das Spiel noch zu ihren Gunsten zu drehen. Die Anzahl der Ballverluste konnte reduziert werden und die Gastgeber mussten dem hohen Laufpensum Tribut zollen. Dadurch ergaben sich auch mehr Räume, die nunmehr durch die Gäste zunehmend besser genutzt wurden. Drei, vier Flankenläufe des laufstarken Sebastian Heinenberg endeten leider dabei immer an den ungenauen Querpässen. Der FCI versäumte auch in der Anfangsviertelstunde der 2. Halbzeit erneut die Tore zu machen.

In Minute 60 war es aber dann endlich soweit und ein Flankenlauf von Sebastian Heinenberg konnte durch Doppelpacker Kayra Arikan erfolgreich verwertet werden. Mit dem Ausgleich kippte dann auch das Spiel vollends auf die Ismaninger Seite. Leidenberger sollte an diesem Tag ein gutes Händchen bei den Einwechselungen beweisen, als er in der 61. Minute Daniel Bieringer auf das Feld schickte. Der Außenbahnspieler war den griechischen Verteidigern bereits einmal entwischt und nur am noch schnelleren Ball gescheitert. Bei der zweiten Aktion setzte er sich aber energisch bis in den 16er durch und legte auf den mitgeilten Felix Arnold ab. Der zweikampfstarke Innenverteidiger konnte dann nur noch durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß netzte Kapitän Maxi Ertl souverän zum 3:2 ein und setzte die Zeichen auf Sieg.

Das Drängen der Ismaninger hörte auch nach dem 3:2 nicht auf und so war es auch nicht verwunderlich das noch einige gute Möglichkeiten herausgespielt wurden. Einmal wurde Helmut Leidenberger aus strittiger Abseitsposition am Einnetzen gehindert, in zwei anderen Situationen scheiterte Daniel Kojcinovic am gegnerischen Torwart im 1:1. Als Kojcinovic in der 75. Minute dann auch noch im 16er von den Beinen geholt wurde, zeigte der gut leitende Schiedsrichter Andreas Lühr erneut auf den Punkt. Kayra Arikan wollte dem zweiten, gleich ein drittes Tor folgen lassen. Leider war sein Schuss aber nicht platziert genug und der Gästekeeper konnte den Strafstoß festhalten. Die Gäste sollten in der Folge noch zu zwei, drei Freistößen kommen, was aber dann auch das Ende der Offensive der Hausherren bedeutete. Bereits im Laufe des Spieles wurde durch den Referee mehrfach Zeitspiel auf Seiten des FC Pontos moniert, dazu kamen einige Verletzungsunterbrechungen. In Summe wurden deshalb 5 Minuten nachgespielt. Das ein Spiel erst vorbei ist wenn der Abpfiff erfolgt, sollte auch gestern wieder bewiesen werden.

Zwei schnelle Konter vollendete Helmut Leidenberger selbst in den letzten 3 Minuten des Spiels. Zuerst vollendete er ein schönes Zuspiel von Florian Adam und dann eines von Sebastian Heinenberg.

In Summe hat der FCI gegen den FC Pontos als Team Charakter gezeigt und einen 2:0 Rückstand in einen 2:5 Sieg gedreht. Dabei haben die Mannen in Blau noch zahlreichste Möglichkeiten ausgelassen die sowohl in Halbzeit 1 wie 2 das Ergebnis leicht in den zweistelligen Bereich schrauben hätten können. Der Sieg gegen den Tabellenletzten war am Ende aber auch eine Pflichtaufgabe, die man sich leichter hätte erfüllen können. Gerade hieran wird in den nächsten Wochen sicher noch daran gearbeitet werden. Mit dem ESV Freimann gastiert der FCI nächste Woche erneut wieder auswärts bei einem direkten Tabellennachbarn. Hier kommt eine wichtige Aufgabe auf die Jungs um Helmut Leidenberger zu, da ein Sieg gegen die Freimanner einen weiteren Sprung nach oben in der Tabelle ermöglichen würde, um auch den Anschluss ans das obere Tabellendrittel nicht zu verlieren. Die auf Platz 4 platzierten Gastgeber werden dabei sicher keine leichte Aufgabe sein.

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Zwei alte Bekannte gaben sich nach dem Schlusspfiff am samstäglichen Fußball-Nachmittag freundschaftlich die Hand. Die Rede ist von Robert Kaunzinger, aktuell Trainer der Reserve bei Alte Haide und Helmut Leidenberger, dem aktuellen Spielertrainer der Ismaninger. Freilich waren beide vor dem Anpfiff auf ihre Teams und deren Einstellung fokussiert. Wollte doch jeder dem Anderen die Punkte möglichst streitig machen.

Am Ende sollte Kaunzinger mit seiner Haide um eine Nasenlänge vorne sein und die begehrten drei Punkte festhalten können. 1:0 gewannen die Hausherren gegen die Ismaninger, die vor dem Spiel auf einigen Positionen umstellen mussten. Beide Torjäger fielen auf Seiten der Ismaninger aus. Sowohl Daniel Kojcinovic der aktuell an einer Hüftverletzung laboriert, als auch Helmut Leidenberger, der gegen Garching kräftig eine mitbekommen hatte, waren nicht in der Startelf zu finden. Leidenberger dirigierte seine Mannen stattdessen von der Linie aus. Mit Albert Delijaj und Urlaubsrückkehrer Kevin Wild wurde die Startformation im zentralen Mittelfeld und Sturm ergänzt.

Das Konzept schien auch lange Zeit sehr gut aufzugehen. Die als Favorit deklarierten und bis dahin ungeschlagenen Gastgeber, taten sich schwer gegen die gut sortierten Gäste. So ließen die Ismaninger Defensivkräfte in Halbzeit 1 nicht eine einzige Torchance für die Hausherren zu. Die Weiß-Schwarzen verzweifelten an dem Ismaninger Bollwerk, welches kein Durchkommen ermöglichte. Es waren vielmehr auch die Ismaninger Kayra Arikan und Samer Alsheblak die sogar zwei, dreimal guten Einschussmöglichkeiten erhielten, aber leider ungenutzt ließen. Einmal scheiterte Kayra Arikan nach schönem Solo im 1:1 am gegnerischen Torwart, einmal aus aussichtreicher Position mit einem platzierten Schuss in lange Eck. Samer Alsheblak tat es ihm nach, als er einen Querschläger des Keepers 20m vor dem Tor auf den Fuß bekam und das leere Tor leider nicht traf.

Leidenberger zählte schon die Sekunden der ersten Hälfte runter und mahnte seinen Mannen immer wieder zur Ruhe, als aus dem Nichts das Erste und einzige Tor des Tages fiel. Kevin Wild hatte an der Außenlinie den Ball nicht schnell genug weitergeleitet und geriet unter Druck. Den ungefährlichen Rückpass zum wieder genesenen Keeper Deniz Sonkaya hätte dieser in alle Richtungen schlagen können. Dieser entschied sich allerdings für die schwierigste Variante. Er wollte ihn direkt in die gegnerische Hälfte schlagen was aber kräftig misslang. Der seitlich gestriffene Ball landete geradewegs in der Mitte des 16-Meterraums vor dem Haidler Mittelstürmer. Nachdem Sonkaya auch noch seitlich neben dem Tor gestanden hatte, mußte dieser den Ball nur noch ins leere Tor schieben. Das in der 47. Minute. Der Schiedsrichter pfiff unmittelbar danach zum Pausentee.

Leidenberger war zu diesem Zeitpunkt ordentlich bedient, zumal der Gegner bis dahin keinerlei Chance im Spiel hatte und die Ismaninger mit ihren Angriffen weit näher am ersten Tor waren. In der Folge mußte Ismaning das Tempo erhöhen und auch mehr Risiko fahren. Als Alte Haide dann auch noch einen Elfmeter zugesprochen bekam, schien das Spiel vorzeitig gelaufen zu sein. So unglücklich Sonkaya beim 1:0 ausgesehen hatte, so gut reagierte er beim Elfmeter. Er fischte den flach geschossenen Elfmeter aus der Ecke und hielt den FCI im Spiel.

Die Ismaninger wechselten in der Folge doppelt und wollten den Ausgleich erzwingen. Durch das erhöhte Risiko ergaben sich auch für die Gastgeber mehr Räume. Ansonsten nur in Youtube-Videos zu sehen, retteten zweimal 3-4 Spieler der Ismaninger auf der Linie nach schnell ausgeführten DSC-Angriffen. Es sollte allerdings zu keinem Tor mehr reichen. In dieser Phase hätten die Gastgeber das Ergebnis nach oben korrigieren können.

Letzte nennenswerte Chance des Spiels war dann den Ismaningern vorbehalten. Nach einem schönen Flankenlauf von Kayra Arikan brachte dieser in der letzten Spielminute seine Flanke nur Zentimeter zu hoch in den Strafraum. Der hereinstürmende Helmut Leidenberger konnte zwar noch ins Tor fliegen, allerdings leider ohne Ball.

So mußte sich der FCI zum zweiten Mal in dieser jungen Saison auf diesem Platz geschlagen geben. Nach dem Spiel fiel Leidenberger’s Analyse so aus: „Die erste Halbzeit war bis zur 47. Minute eine genaue Umsetzung unserer Marschrichtung. So lange hat auch alles funktioniert. Wie das 1:0 gefallen ist, bestätigt, dass wir weiterhin nur vor uns selbst Angst haben müssen. Die Stabilität im Defensivbereich hat bereits gute Züge angenommen und unser Spiel wird immer abgestimmter – trotz der vielen neuen Spieler. Unsere individuellen Fehler müssen wir abstellen, dann füllt sich auch das Punktekonto schneller. Daran arbeiten wir weiterhin.“   

25.09.2019 Bernd Klöpfer

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Derby’s haben eigene Regeln. So heißt es nicht nur, wenn die großen Clubs der Stadt aufeinandertreffen. Im gestrigen Nachholspiel der Kreisklasse 2 maßen sich zwei Nachbarschaftsvereine mit langer Tradition. Beim Duell des VFR Garching 2 mit der Ismaninger 2. Mannschaft durfte ein spannendes Spiel auf Augenhöhe erwartet werden. Haben doch beide Teams in der Vorbereitung ähnliche Ergebnisse gegen gleiche Gegner eingefahren. Mit Blick auf die Historie ergibt sich dennoch ein Vorteil auf Seiten der Garchinger Gäste. Haben sie doch vier der letzten sechs Duelle zwischen den beiden Vereinen für sich entscheiden können.

Damit sich dieser Trend am gestrigen Dienstag nicht mehr vorsetzt, hatten sich die Ismaninger um Spielertrainer Helmut Leidenberger viel vorgenommen. War doch das Weinfest-belastete Spiel gegen Phönix Schleissheim allen noch lebhaft in Erinnerung. Hier galt es Wiedergutmachung zu leisten.

So traten die Gastgeber auch auf heimischen Rasen ab Minute eins auf. Es sollte ein rasantes und auch hochwertiges Spiel werden, dass die ca. 80 Zuschauer zu sehen bekämen. Nach einer spritzigen Viertelstunde in denen der Hausherr sich leichte Vorteile erspielen konnte, wollte es dann ein Standard sein, der die Ismaninger zum ersten Mal in diesem Spiel jubeln ließ.

Freistoß ca. 20m vor dem Garchinger Gehäuse. Kayra Arikan und Kapitän Maxi Ertl analysierten kurz die Optionen, bevor Kayra Arikan dann das Leder gefühlvoll und unhaltbar über die Mauer ins Netz der Garchinger lupfte. Das Tor gab beiden Teams auftrieb, der sich in einer temporeichen ersten Halbzeit äußerte. Hüben wie drüben gab es einige Chancen. Keine allerdings zwingend genug um ein Tor zu erzielen.

Zudem gelang es dem an diesem Tag überragenden Schlussmann der Ismaninger Fabio di Salvo jede Garchinger Attacke zu entschärfen.

In der Halbzeit musste verletzungsbedingt gewechselt werden und für den, bis dahin gut spielenden Maxi Schachtner kam Urlaubsrückkehrer Kevin Wild ins Spiel.

Abermals war es dann Kayra Arikan der seine starke Leistung an diesem Spieltag in der 53. Minute mit einem Doppelpack krönen konnte. Aus dem Getümmel im 16er nach einem Ismaninger Angriff über außen war er es, der den Ball unhaltbar im kurzen Torwarteck versengte.    

Der Jubel der Ismaninger währte allerdings nur drei Minuten. Michael Weicker, der Garchinger Spielertrainer, nutzte eine Unstimmigkeit zwischen Felix Arnold und Fabio di Salvo für einen sehenswerten Lupfer ins Ismaninger Tor. Das 2:1 setzte auch bei den Gästen nochmals Kräfte frei und sie versuchten mit aller Kraft den Ausgleich zu erzielen. Hierbei konnte sich der Ismaninger Keeper Fabio di Salvo durchaus als Mauer beweisen, an der alles abzuprallen schien, was von Garchinger Seite an ihn herangetragen wurde. Mit Musa Gülten und Demir Inajetovic standen zudem zwei Innenverteidiger auf dem Platz, die die Garchinger Offensive mehr als einmal in die Schranken weisen konnte.

Die Drangphase der Garchinger gab auch den Blauen mehr Raum für Angriffe. In der 65. Minute setzte sich Helmut Leidenberger an der Mittellinie gegen zwei Garchinger Verteidiger durch und schickte Kayra Arikan. Dieser ließ einen Garchinger hinter sich und legte am 16er quer. Suhal Moradi auf Leidenberger, der hebt den Ball zu Kapitän Maxi Ertl. Maxi Ertl zeigt seine Klasse, in dem er den Ball lässig mit der Brust annimmt und das Leder volley ins lange Eck zimmert.

Mit dem 3:1 schien auch die letzte Gegenwehr gebrochen. Die Gäste versuchten zwar noch über Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen, doch entweder endeten diese Bemühungen an der stabilen Ismaninger 4-er-Kette oder der Sieger hieß Fabio di Salvo.

In der 78. machte dann der Ismaninger Coach Helmut Leidenberger selbst den Deckel auf das Spiel, als er von Felix Arnold mustergültig in Szene gesetzt wurde und im Laufduell mit der Garchinger Defensive dem Keeper keine Chance ließ.

Die Zuschauer sahen in der Schlußviertelstunde ein zunehmend härteres Spiel, was dem Spielverlauf weder angemessen, noch nötig gewesen war. Zahlreiche kleine und gröbere Fouls reihten sich aneinander. Auch dafür war im Derby leider Platz. Zum Ende hin konnten die Ismaninger verdient als Sieger vom Platz gehen und sich für die letzte Leistung rehabilitieren. Leidenberger weiß um die Herausforderungen des Teams: „Das war heute ein wichtiger und auch verdienter Sieg. Wir haben unseren Plan erfolgreich umgesetzt und können mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung drei Punkte mitnehmen. Wichtig ist, dass wir noch mehr Konstanz in unsere Leistungen bringen. Es war klar, dass dies nicht von heute auf morgen möglich ist. Wenn wir allerdings daran anknüpfen können, gibt das dem Team auch die notwendige Ruhe für weitere Entwicklungsschritte. Da haben wir noch ein paar vor uns. Aber das kriegen wir hin.“    

Mit dem nächsten Gegner – FC Alte Haide 2 – kommt sicherlich eine große Aufgabe auf die Burschen zu. Nicht nur das der Haidler bis dato eine sehr starke Saison spielen und einen Lauf haben, sondern es ist auch ein Aufeinandertreffen zweier alter Bekannter. Sowohl Leidenberger als auch Robert Kaunzinger haben eine gemeinsame erfolgreiche Feldmochinger Vergangenheit in der der Jung-Coach unter Kaunzinger gespielt hat. Es bleibt spannend, wie dieses Duell am Wochenende ausgehen wird.

An dieser Stelle darf ruhig auch mal ein Hinweis an die Ligaverantwortlichen gegeben werden. Wer den Spielplan anschaut wird feststellen, dass die Ismaninger in den ersten 9 Spielen der Saison genau 3 Heim – dafür aber sage und schreibe 6 Auswärtsspiele haben. Eine ausgewogene Spielplanung sieht anders aus. Den Jungs darf deshalb gewünscht werden, dass sie am Samstag ihren ersten Auswärtsdreier einfahren.

25.09.2019 Bernd Klöpfer

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Ausgelassene FCI-Stimmung herrschte noch vor einer Woche beim letzten Heimspiel gegen Türk Sport Garching. War man doch nach einem überzeugenden Spiel als Sieger vom Platz gegangen. Nicht weniger war auch das Ziel, welches am gestrigen Sonntag auf der Sportanlage Alte Haide verfolgt wurde. Gastgeber war dieses Mal aber nicht der Namensgeber der Anlage, sondern der Partnerverein: FC Schwabing. Deren zweite Mannschaft sollte den Ismaninger Youngsters den zweiten Sieg der noch jungen Saison schenken.

Eingefleischten Kickern ist die Anlage durchaus bekannt. Kann man doch einen sehr schönen Hauptplatz sein eigen nennen. Wie es Bezirkssportanlagen manchmal so an sich haben, sieht diesen Platz nur selten ein Spieler. So auch an diesem – zudem – sehr verregneten Wochenende. Es schüttete aus Eimern bereits vor dem Spiel. Währenddessen wurde es nicht besser und am Ende goss es weiterhin. Kurzum eine nasskalte Angelegenheit die nur ganz Hartgesottene überhaupt vor die Tür und schon gar nicht an den Fußballplatz treibt.

Gespielt wurde auf dem gerade-noch-so Minimal-Maß erreichenden Kunstrasenplatz der Schwabinger, der ein enges und schnelles Spiel versprechen konnte. Die wenigen nassen Zuschauer sollten bereits in der Anfangsphase eine Ismaninger Mannschaft sehen, die den Schwabingern keinen Raum zur Entfaltung gab. Mehr als einmal waren die Gastgeber arg in Bedrängnis und konnten die Bälle nur noch unkoordiniert klären. Wer in der ersten halben Stunde das Spiel verfolgte, spürte, dass es nur eine Frage von Minuten war bis das erste Gäste-Tor fallen mußte. Egal ob Daniel Kojcinovic, Maximilian Ertl, Benedikt Schwenke oder auch Kayra Arikan – alle hatten bei ihren Torabschlüssen das Quentchen Pech, dass der Ball knapp an einem Pfosten vorbeiflog oder irgendwo noch kurz vor der Linie mit einem Fuß oder einer Torwarthand in die falsche Richtung abgelenkt wurde. In Minute 28 waren dann auch die paar Zuschauer hochgeschreckt, als nach einem schönen Zuspiel von Kayra Arikan Spielertrainer Helmut Leidenberger das Leder an die Unterlatte hämmerte. Wie zuvor auch, sprang auch dieser Ball nur leider nicht in, sondern aus dem Tor heraus. Auch kurz danach war das Glück nicht auf Ismaninger Seite, als ein traumhaftes Zuspiel von Maxi Ertl durch drei Schwabinger Defensivspieler den Weg nicht zu Leidenbergers Fuß fand.        

Das Schwabinger Offensivsspiel endete zu der Zeit am Mittelkreis und sollte erst in der 32. Minute erstmalig, dann aber mit Erfolg, bis zum Ismaninger Gehäuse kommen. Ein Angriff über die Seite konnte 20m vor dem Tor nur durch ein Foul gestoppt werden. Eine gut postierte Mauer versprach ausreichend Sicherung vor dem erwarteten Gästeschuss. Mit dem dann getretenen Sonntagsschuss konnte allerdings keiner rechnen. Der perfekt fliegende Ball landete bilderbuchmäßig im Kreuzeck des Ismaninger Schlußmannes Yannick Poyda und entfesselte bei den Rot-Weissen logischerweise einen befreienden großen Jubelsturm. War man doch bis dahin nicht einmal vor das Tor der Gäste gekommen bzw. hatte eine Chance erspielen können.

Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt und die jungen Wilden aus Ismaning liefen nunmehr einem Rückstand hinterher. Dass die Mannschaft Spiele dieser Art drehen kann, hatte sie auch bereits in der Vorbereitung unter Beweis gestellt. Der Druck auf den Gastgeber wurde erhöht und man drängte auf den Ausgleich. Diesen sollte es aber bis zur Pause nicht mehr geben. Nach der Halbzeit startete das Spiel ähnlich wie in Hälfte eins. Die Ismaninger bestimmten das Tempo, hatten einen enorm hohen Ballanteil und ließen die Schwabinger abermals nicht ins Spiel kommen. Den letzten entscheidenden Pass konnten die Ismaninger aber ihrerseits auch nicht anbringen. Es sollte erneut eine Standardsituation werden, welche in der 61. Minute zur Spielentscheidung führen sollte. Ein viel zu lang geschlagener und eigentlich ungefährlicher Eckball fiel ausgerechnet dem technisch sehr gut sortierten Benedikt Schwenke so unglücklich auf den Oberschenkel, dass der Ball genau mittig am 6-Meter-Raum einem Schwabinger vor die Schuhe fiel. Die bedankten sich mit einem satten Volleyschuss und dem 2:0 aus Gastgebersicht.

Wer glaubt das der FCI aufstecken würde, sah sich getäuscht. Das Angriffsspiel wurde weiter intensiviert und drückte die nun noch tiefer stehenden Schwabinger in deren Hälfte. Es dauerte allerdings bis zur 86. Minute, bis aus dem redlichen Bemühen dann auch Zählbares herausspringend sollte. Nach einer Flanke konnte der Gästetorwart den Ball nicht sichern und Maxi Ertl vollstreckte im Stile eines Abstaubers. Durch zahlreiche Zeitspiele packte der Schiedsrichter noch ein paar Minuten Nachspielzeit oben drauf. Gerade diese sollten es in sich haben. Zuerst schnappt Helmut Leidenberger einen zu kurz geratenen Rückpass mit dem Kopf vor dem Gästetorwart ab und konnte ihn dann leider aber nicht mehr im Tor unterbringen, dann entscheidet sich Maxi Ertl für eine Ablage anstatt aus spitzen Winkel selbst abzuziehen. Den größten Aufreger des Spiel gab es aber dann genau 1 Minute vor Abpfiff, als ein langer Ball der Ismaninger von Maxi Ertl maßgenau an der Torauslinie auf Sebastian Heinenberg abgelegt wurde und dieser das Leder unhaltbar ins lange Eck zimmerte. Statt des längst überfälligen und verdienten Ausgleichstreffers entschied der unglücklich postierte Schiedsrichter fälschlicherweise auf Toraus und damit Torabschlag. Der Ball hatte allerdings nicht im Ansatz die Torlinie erreicht und wäre demnach ein einwandfreies Tor gewesen. Mangels Linienrichter in der Spielklasse sicher keine Seltenheit und auch dem Schiedsrichter am Ende des Tages nachzusehen. An diesem Tage kostete es leider dem Ismaninger Team einen höchst verdienten und berechtigten Ausgleich.

Entsprechend fielen auch die Statements nach dem Spiel aus.

Helmut Leidenberger wollte nichts über die Moral und Einsatzfreude seiner Jungs kommen lassen und stellte auch nach dem Schlußpfiff nochmals klar:

„Heute hat sicher nicht die bessere Mannschaft gewonnen, aber darum geht es im Fußball beim Ergebnis leider zunächst mal auch nicht. Schwabing hatte heute in zwei Situationen das Glück um auch ein so verlaufendes Spiel zu gewinnen. Dazu gratulieren wir als Sportler. Wir haben heute sehr viel dafür getan um als Sieger vom Platz gehen. Das war sehr gut und richtig und wir dürfen davon ausgehen, dass wir nicht nur gegen Gegner antreten, die jedes Wochenende mit so einem Glück gesegnet sind. Wir sind auf dem richtigen Weg, wie auch das Schlußtor gezeigt hätte. Wir müssen nächstes Wochenende nur die Konjunktive aus den Ergebnisberichten streichen können. “   

Ähnlich sah dies auch Maximilian Ertl, der – wie zuletzt gegen Türk Sport Garching – auch dieses Mal wieder als Schaltzentrale der Ismaninger Offensivabteilung von Anfang an mit dabei war. Dieses Mal auch in der Rolle des Kapitäns. Er resümierte nach dem Spiel:

Wir sind relativ gut ins Spiel reingekommen. Haben das umgesetzt, was der Trainer von uns verlangt hat. Die Gegner in ihrer Hälfte unter Druck setzen und Fehler erzwingen. Dadurch haben uns auch einige Torchancen erarbeitet, die wir aber leider nicht nutzen konnten. Als Team haben wir gut agiert und unseren Matchplan umgesetzt. Über die gesamte Spielzeit haben wir das Spiel gemacht. Durch zwei eigene Fehlern bekommt Schwabing zwei Standards und bestraft uns damit gnadenlos. Am Ende ist es bitter, dass du mit null Punkten nach Hause fährst. Das Schwabing 3-mal vor unser Tor kommt und 2 Tore macht. Im Schlussviertel konnten wir den Anschlusstreffer noch erzielen und spielten dann nur auf ein Tor. Schießen dann sogar noch den Ausgleich, der dann ungerechterweise aberkannt wurde. 1 Punkt wäre auf jeden Fall verdient gewesen.“

Aber auch aus diesem Spiel will der junge Spielmacher unbedingt ein paar Lernpunkte mitgenommen wissen:

Was man aus diesem Spiel mitnehmen kann ist, dass wir nicht aufgeben haben und unbedingt noch was mitnehmen wollten. Was unsere junge Truppe noch lernen muss ist, aggressiver zu spielen. In manchen Situationen ist man im Vergleich zum Gegner noch zu brav. Eiskalt vor dem Tor sein und die Torchancen auch nutzen. Aber die Saison ist noch jung, aus diesen Fehlern muss man lernen und weiter daran arbeiten.“

Mit dem geschlossenen Mannschaftsauftreten sind sicherlich gute Voraussetzungen gegeben. Gelegenheit diese Pläne in die Tat umzusetzen, haben die Ismaninger bereits wieder am kommenden Wochenende. Erneut auswärts, dieses Mal bei Phönix Schleißheim. Bleibt den Jungs zu wünschen, dass das Ergebnis dieses Mal zu deren Gunsten ausfällt.

09.09.2019 Bernd Klöpfer

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Nach der Niederlage am ersten Spieltag wollte das Team um Spielertrainer Helmut Leidenberger einige Fehlerquellen abstellen und das erste Heimspiel der Saison erfolgreich gestalten. Das Endergebnis dürfte dann nicht nur die angereisten Garchinger überrascht haben. Am Ende mußten die Gäste die Rückreise mit neun Gegentreffern antreten.

Anders als am vergangenen Wochenende gab es diesmal im Vorfeld des Spieltages keine Übernacht-Hiobsbotschaften und Spielerausfälle. So konnten die Ismaninger dieses Mal auf fast alle Spieler wieder zurückgreifen. Entsprechend engagiert gingen die Hausherren bereits in der Anfangsphase zu Werke und hätten bereits in Minute 1 einnetzen können. Hier versprang Daniel Kojcinovic der Ball in letzter Sekunde. Bereits 2 Minuten später war es erneut der starke Kojcinovic der eine Flanke von Leidenberger nur an den Pfosten setzen konnte. Hier war allerdings bereits die Ismaninger Marschrichtung klar erkennbar.

Die Garchinger Gäste konnten sich nur gelegentlich befreien und mit langen Bällen agieren. Die Torgefahr fand allerdings spätestens an der Abwehrkette um Maxi Schachtner, Demir Inajetovic, Musa Gülten, Felix Arnold und Neukapitän Sebastian Heinenberg ein Ende. Symptomatisch dafür waren vier Torschüsse in Hälfte eins auf das Tor von Torwart Yannick Poyda.

Helmut Leidenberger bemängelte gerade in der Anfangsphase noch lautstark die Umsetzung der taktischen Vorgabe. Er konnte sich in Minute 19 dann aber auch über den ersten Treffer seiner Schützlinge freuen. Wer anders als Torjäger Daniel Kojcinovic hätte es sein können. Der Youngster im Ismaninger Dress verwertete eine Flanke seines Coaches im Stile eines Ibrahimovic. Er vollstreckte die Flanke direkt mit der Schulter unhaltbar für den Garchinger Tormann. Als bereits zwei Minuten später der sehr agile Suhal Moradi nach schönem Dribbling auf 2:0 erhöhte, schien die Ismaninger Maschine angeworfen zu sein. Dies merkten auch die Gäste die ihrerseits versuchten ihre Defensive zu stärken. Dem zunehmend körperbetonten Spiel setzen die Ismaninger Spielstärke entgegen. In Minute 41 war es dann Helmut Leidenberger der mit einem Hackentrick den jungen Benedikt Schwenke in Szene setzte. Dieser spielte sich an zwei gegnerischen Verteidigern vorbei und netzte eiskalt zum 3:0 ein. Dies war auch dann der Pausenstand.

Wer erwartete, dass die Garchinger Gäste aufsteckten, wurde gleich zu Beginn der zweiten Hälfte enttäuscht. Die Nachbarn versuchten mit Druck zum schnellen Gegentor zu kommen, konnten aber wie in Halbzeit eins bereits meist frühzeitig gestoppt werden.

So waren es wiederum die Hausherren mit ihrem gut aufgelegten Daniel Kojcinovic die den Sack in Minute 53 zumachten. Dieser wurde vom Spielertrainer geschickt und ließ sich für die Chance zu seinem zweiten Tor an diesem Tage nicht lange bitten. Nach einer abgefangenen Gästeecke war es dann auch Kojcinovic der zehn Minuten später mit einem schnellen Angriff Helmut Leidenberger bediente. Dieser überlief an der Mittellinie den letzten Mann und vollstreckte zum 5:0. Ein sehr schöner Ball von Felix Arnold in den Lauf von Benedikt Schwenke und dessen überlegter Abschluß zeichneten drei Minuten später dann auch das 6:0.

Im Schlußviertel mußten sich die Gäste zunehmend mit schwindenen Kräften auseinandersetzen, was Räume für die Ismaninger eröffnete. Diese nutzte insbesondere der stark hinter den Spitzen agierende Spielmacher der Ismaninger Maxi Ertl. Der Youngster setzte zu einem Tempolauf an und legte im letzten Moment perfekt auf den mitlaufenden Leidenberger ab. Der hatte keine Mühe und schob zum 7:0 (80.) ein.

Der Hunger von Torjäger Daniel Kojcinovic war an diesem Tag aber auch noch nicht gestillt. Dieser sprintete einer verunglücktem Rückgabe energisch hinterher und überrumpelte den gegnerischen Torwart gekonnt zum 8:0 (82.). Den Schlußpunkt durfte dann in der 88. Minute noch Helmut Leidenberger setzen, nachdem er mustergültig von Daniel Kojcinovic bedient wurde und nur noch einschieben mußte. Vorausgegangen war ein kluges Zuspiel des zuvor eingewechselten Daniel Bieringer.

In Anbetracht der Leistung und Torchancen hätte das Ergebnis an diesem Tag sogar noch höher ausfallen können. Leidenberger betonte nach Spielende aber, dass ihm vor allem zunächst mal eine Stabilisierung und die Umsetzung der Vorgaben wichtig war. Das das Ergebnis so hoch ausgefallen war, freute den Ismaninger Coach zwar, dennoch wollte er aber auch alle auf dem Boden der Tatsachen wissen. „Schön wenn es mal so läuft, wir sollten uns trotzdem weiter daran üben unsere kleineren und größeren Fehler abzustellen. Das hat heute besser geklappt als letzte Woche. Am Ende sehe ich uns in der Entwicklung aber ehrlich gesagt noch lange nicht.“

Nachdem aber auch Vorstand Emanuel Eisenreich am Ende ein Grinsen im Gesicht hatte, dürften beide an diesem Tag zufrieden gewesen sein. Alles andere wäre auch verwunderlich gewesen.

02.09.2019 Bernd Klöpfer

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SV Weissblau Allianz München – FC Ismaning 2   4:2 (1:2)

Neugierig konnte man schon sein, wie sich die Ismaninger Reserve nach Ihrer doch recht positiven Vorbereitung aber auch mit einem kompletten Kaderumbau zur Sommerpause hin beim Saisonauftakt verkaufen würde.

Der holprige Start sollte bereits in den Stunden vor dem eigentlichen Anpfiff beginnen. Zum letzten Training hin hatte sich Kapitän und Leistungsträger Sebastian Tholl einen Nerv am Rücken eingeklemmt und mußte kurzfristig ein paar Stunden vor Spielbeginn die Segel streichen. Kevin Wild war bereits am Freitag in den Urlaub aufgebrochen und Dejan Stankovic kehrt erst am Montag wieder zurück. Ebenso fehlte Rückkehrer Stammkraft Maxi Schachtner den über Nacht das Fieber und Schüttelfrost ans Bett fesselten. Gut nur, dass sich mit Daniel Bieringer noch jemand fand, der trotz noch nicht vollständiger Genesung, die eiserne Reserve bildete.

Bei sommerlichen Temperaturen mußte sich dann der FCI auch leider relativ schnell mit genau der Situation auseinandersetzen, die eigentlich vermieden werden sollte. Einem 0:1 Rückstand nach nicht mal 7 Minuten Spielzeit.

Das Team um Spielertrainer Helmut Leidenberger mußte aufgrund der kurzfristigen Ausfälle an diesem Tag einige Positionen neu besetzen und auch tauschen. So übernahm Benedikt Schwenke beispielsweise die 6er Position und Leidenberger selbst agierte auf der zentralen Mittelfeldposition. Abgesehen von dem frühen Rückstand schien die Taktik zumindest in Hälfte eins gut aufzugehen. Nach einem schön herausgespielten Anspiel von dem gut agierenden Benedikt Schwenke auf Daniel Kojcinovic konnte dieser den letzten Innenverteidiger überlaufen und das Leder unter die Latte hämmern. Mit dem Ausgleich kam auch wieder das Selbstbewußtsein, das Spiel zu drehen. Bereits ein paar Minuten später konnte Neuzugang Samer Alsheblak den mitgelaufenen Korbinian Liebl in Szene setzen, der dem gegnerischen Torwart bei seinem strammen Schuss in lange Eck keine Chance ließ. Das Spiel war gedreht und die Allianzer taten sich mit der bis zu diesem Zeitpunkt defensiv gut stehenden Ismaninger Hintermannschaft schwer. Der Spielfluß endete zumeist in unplatzierten langen Bällen oder bereits 30 Meter vor dem Ismaninger Gehäuse.

Das Spiel hätte für die Ismaninger an diesem Tag leicht mit 3 Punkten enden können, wären da nicht individuelle oder zumindest sehr unglückliche Fehler in der Folge passiert. Bis zur 69. Minute sah der Spielverlauf nicht nach einer weissblauen Wende aus. Nach einem Eckball der Allianzer stand ein gegnerischer Spieler mutterseelenallein am 6-Meterraum und hatte auch keine Probleme das Leder über die Linie zu bringen. Die Gastgeber schnupperten Oberwasser und intensivierten dementsprechend auch ihr Angriffsspiel.

Als dann in der 80. Minute ausgerechnet der ansonsten stark spielende Demir Inajetovic bei einem Abwehrversuch den Ball nur noch selbst über die eigene Linie bringen konnte, waren die Hausherren wieder auf der Siegerstrasse.

Abgerundet wurde das Ganze dann zum Ende in Minute 81 wiederum durch eine missglückte Abwehraktion. Florian Adam der ansonsten ein gutes Spiel machte, legte nach einer bereits völlig unnötig ausgelösten Ecke den Ball quasi direkt in die Volleyabnahme des Allianzer Stürmers, der aus wenigen Metern das Leder unhaltball ins Netz hämmerte.

Kurioser Weise hätten die Ismaninger selbst zu diesem Zeitpunkt noch mindestens zwei 100%ige Chancen verwerten müssen und wären zumindest mit einem Punkt nach Hause gefahren. Einmal attackierte Helmut Leidenberger den gegnerischen Keeper am 16er Eck so, dass dieser den Ball nur noch unkontrolliert auf den mittig völlig blank stehenden Samer Alsheblak spielen konnte. Doch statt den Ball ins Leere Tor zu schieben, legte sich dieser den Ball zu lange zurecht und die Aktion konnte entschärft werden. Auch Benedikt Schwenke setzte sich nochmals stark gegen 2, 3 Gegenspieler am 16-Meterraum durch und scheiterte im letzten Moment am herausstürzenden Keeper. Leider bleibt es dabei, dass auch 4 x „hätte“ kein Tor ergibt und die Niederlage zum Saisonstart war beschieden.

Leidenberger resümierte nach dem Spiel: „Gemessen an der kurzfristig zu meisternden Ausgangssituation mit den Ausfällen, kann ich mit dem taktischen Verhalten in der ersten Hälfte und dem Willen in der 2. Hälfte zufrieden sein. Die Punkte gehen uns deshalb natürlich dennoch ab und wir werden daran arbeiten die Fehler abzustellen. Am Ende muß man sagen, dass wir 3 der 4 Gegentreffer indirekt oder direkt selbst geschossen haben. Wenn wir das abstellen, sollten auch die Endergebnisse den Erwartungen entsprechen. Heute haben wir uns leider nicht belohnen können. Wir müssen einfach weiter arbeiten. Von nix kommt nix.“

25.08.2019 Bernd Klöpfer    

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SV Dornach 2 gegen FC Ismaning 2       2:3 (2:2)

Ein eher – nach eigenen Angaben – unerwarteter Pokalerfolg des Nachbarvereins SC Grüne Heide Ismaning stellte die dortigen Verantwortlichen leider recht kurzfristig vor ein paar Personalprobleme. So konnte das mit Freude erwartete kleine Lokalderby der zwei Ismaninger Traditionsvereine doch nicht den Abschluss der Saisonvorbereitung bilden.

Recht ähnlich erging es Gott sei Dank dem etwas weiter entfernten Nachbarverein SV Dornach mit einem Münchner Club – auch dort mußte ein Spiel wegen „Personalnotstand“ verschoben werden. Kurzerhand verabredeten sich Stefan Behr – seines Zeichens Chef-Coach bei den „kleinen“ Dornachern – und Helmut Leidenberger für dieses Wochenende zu einem letzten Kräftemessen, bevor es für beide in die neue Saison geht.

Wer die Tabellen des Vorjahres genauer unter die Lupe nimmt und sich auch mit dem Trainer der Dornacher beschäftigt, merkt schnell, dass das „Behr“-Team alles andere als ein Leichtgewicht darstellt. Behr selbst trainiert neben den Dornachern quasi „nebenbei“ auch noch die Harthofer Erste und ist mit beiden Teams letztjährig unangefochten eine Liga höher geklettert. Er gilt als versierter Taktiker der seine Teams sehr gut auf den Gegner einstellt und damit auch sehr erfolgreich spielen lässt.

Gewarnt waren die Ismaninger also, als sie Ihre Reise in den Münchner Osten antraten. Das Team konnte – ähnlich wie bereits gegen den FC Fasanerie – Nord in der Vorwoche – auf einen Großteil der Spieler wieder zurückgreifen. Ein paar Urlauber stehen zwar noch aus, aber eine Bank mit 5 Wechseloptionen bot ausreichend Sicherheit für turbulente Spielverläufe. Einzig die Situation rund um die Nummer 1 im Tor war leider auch dieses Wochenende noch ein Thema. Deniz Sonkaya laboriert weiterhin an seiner Schulterverletzung und Neuzugang und Hoffnungsträger Yannick Poyda steht erst ab Dienstag zur Verfügung. So sollte auch diesmal wieder „Oldie-Edeljoker“ Jens Rudolf das Tor sauber halten.

Bei hochsommerlichen Temperaturen um die 32 Grad trafen die beiden Teams im Dornacher Stadion nun aufeinander. Wer ein langsames Abtasten erwartete, sollte gleich in der Startphase des Spiels überrascht werden. Bereits in Minute 3 hätte es bereits klingeln können und müssen, als Helmut Leidenberger einen zu kurzen Rückpass der Dornacher er- und den Innenverteidiger überläuft und dann den Ball aber am linken Pfosten vorbeizieht. Der Gegenzug der Dornacher eine Minute später wird von Jens Rudolf bravourös gerade noch an das Lattenkreuz gelenkt.

Gerade in der Anfangsphase legen beide Teams trotz der Temperaturen ein hohes Tempo an den Tag und spielen sich einige aussichtsreiche Chancen heraus. In Minute 11 sollten jedoch erst Mal die Gäste die Führung bejubeln. Nach einer Standardsituation landet die gegnerische Flanke am 6-Meter unbedrängt auf dem Kopf eines Dornacher Angreifers. Der läßt sich nicht bitten und nickt ungehindert ein. Der Ismaninger Charakter stimmte aber und es wurde in der Folge nicht aufgesteckt, sondern mehr in das eigene Angriffsspiel investiert.

Vor allem der sehr gut aufgelegte Suhal Moradi beschäftigte seinen Gegenspieler auf der Außenbahn ein ums andere Mal mit tempo – und trickreichen Aktionen. Oft war er nur vom 3. oder 4. Verteidiger noch zu stoppen. Er ist es auch, der nach schöner Einzelaktion und Dribbling auf engstem Raum zwei Dornacher im gegnerischen 16er vernascht und zum 1:1 am Torwart vorbei einschiebt.

Beflügelt von dem Ausgleich lief der Ball in den Ismaninger Reihen jetzt noch besser und so war es bereits in Minute 18 als Sebastian Heinenberg seinen Gegenspieler stehen läßt und aus 18 Metern abzieht. Der Ball wird nur von der Unterlatte abgefangen. Den herausspringenden Ball vollstreckt Helmut Leidenberger vom dem überrumpelten Gästetorwart.

Immer wieder gefährlich waren die Dornacher insbesondere über deren rechte Außenbahn. Der schnelle Stürmer wurde von Florian Adam zwar weitestgehend neutralisiert, doch in der 28. Minute entwischte er einmal und erzielte den Dornacher Ausgleich zum 2:2. Vorangegangen war noch ein unglücklich ausgegangener Abwehrversuch von Adam, der den Ball zwar ablenkte, aber leider auch an Jens Rudolf vorbei ins rechte Toreck bugsierte.

Das kräftezehrende Spiel rund um die Witterungsverhältnisse war beiden Mannschaften vor allem nach der Halbzeit zunehmend anzumerken. Während sich gerade im Dornacher Angriffsspiel zunehmend leichtere Ballverluste einstellten, so konzentrierten sich die Ismaninger auf schnelle Konter. Einen dieser Konter nutzte gleich nach Beginn der Halbzeit der junge Benedikt Schwenke der seinem Gegenspieler nach einem langen Ball entwischte und abgebrüht dem herausstürmenden Dornacher Keeper keine Chance ließ.

Im weiteren Spielverlauf ergaben sich hüben wie drüben zwar noch einige Chancen in aussichtsreicher Position, wurden aber allesamt nicht genutzt. Der Schlusspfiff erlöste beide Teams dann aber auch von der Hitzeschlacht und ließ das beste Ismaninger Vorbereitungsspiel zu Ende gehen. Leidenberger war nach dem Spiel zufrieden: „Wir haben heute viele taktische Vorgaben umgesetzt und waren bereit als Team bis zum Limit zu gehen. Der eine oder andere Trainingsrückstand ist bei so einem Wetter dann doch noch zu erkennen, aber die Betroffenen werden das noch aufholen. Wichtig ist jetzt, den Schwung der Spiele mit in den Saisonstart zu bringen und sich nicht auf falschen Lorbeeren auszuruhen.“

Ein besonderes Lob hatte der Coach aber an diesem Spieltag auch noch für Maxi Ertl, der neben Sebastian Heinenberg Teil der Doppel-6 war und sich bei einem Spiel letztes Jahr unglücklich das Schlüsselbein brach und viele Wochen ausfiel. Er machte gegen Dornach sein erstes Spiel nach der schweren Verletzung. „Für Maxi freut es mich besonders, dass er wieder auf dem Platz steht und angreifen kann. Wie wichtig er mit seiner Ball – und Passsicherheit sowie seiner Spielübersicht ist, hat er heute eindrucksvoll bewiesen. Wenn er Spielzeiten bekommt und den einen oder anderen Impuls noch mitnimmt, bin ich sicher, dass er einige Spielverläufe maßgeblich mitentscheidet. Da sehe ich richtig viel Potential und es macht Spaß ihm zuzuschauen.“        

Am kommenden Samstag treffen die Ismaninger bereits um 12:30 Uhr auf Weissblau Allianz (auswärts) und läuten damit die neue Saison ein. Es bleibt zu hoffen, dass der Start unter neuer Regie anders verläuft, als das letzte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften. Dies konnten die Allianzer gegen stark angeschlagene Ismaninger mit 3:2 für sich entscheiden. Das soll diesmal anders aussehen.    

18.08.2019 Bernd Klöpfer    

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