FCI mit Ausrufezeichen gegen Olympioniken

Die Ismaninger mussten am gestrigen Sonntag auf heimischen Rasen gegen den direkten Tabellennachbarn aus Olympia Moosach antreten. Die Gäste hatten zwar keinen guten Saisonstart hinlegen, dennoch aber auch Ergebnisse gegen Mitkonkurrenten erzielen können, die zur Vorsicht riefen. Hatte Coach Leidenberger gegen den ESV Freimann noch die schnellen Gegentreffer beklagt, so wollte er sein Team diesmal disziplinierter eingestellt wissen.

Solche 6-Punkte Spiele können für Zuschauer mal sehr interessant und spannend, oder aber auch aufgrund Ängsten extrem langweilig werden. Letzteres konnte man von diesem Aufeinandertreffen beileibe nicht behaupten.

Bereits in den ersten Minuten des Spiels wurde deutlich, dass keine der beiden Mannschaften auf weniger als 3 Punkte aus war. Die Gäste, die in den vergangenen Spielzeiten bereits zweimal aufgestiegen waren und sich nun in der Kreisklasse behaupten wollen, zeigten gleich, dass sie ein eingespieltes Team sind. Die Ismaninger agierten in einer leicht veränderten Aufstellung und Formation. Beide Teams zeigten sich in der ersten Viertelstunde gut sortiert und ließen den Ball laufen.

Erste Möglichkeiten gab es ebenso auf beiden Seiten, wobei die erste nennenswerte Chance ein Gästefreistoss über das Ismaninger Gehäuse war. Der FCI war frühzeitig gezwungen umzustellen, nachdem Helmut Leidenberger nach 20 Minuten mit einer Muskelverletzung das Spielfeld räumen musste. Vom Platz weg wechselte er dafür den jungen Albert Delijaj als Angriffsersatz ein und dirigierte von da an sein Team von der Seitenlinie aus. Verstärkt wurde er von Walter Werner, dem neuen sportlichen Leiter des FCI. Dass sich beide gut verstehen, konnte man als Beobachter deutlich erkennen. Da wurden die Köpfe zusammengesteckt, Spielsituationen analysiert und Instruktionen erteilt. Mit Erfolg.

Es dauerte bis zur 37. Minute ehe die Blauen dann endlich jubeln durften. Zu diesem Zeitpunkt hatte man Ball und Gegner sicher im Griff, nur Zählbares war noch nicht herausgekommen. Über die rechte Seite hatte Benedikt Schwenke den bereits letzte Woche stark spielenden Maxi Schachtner schön die Linie lang geschickt. Dieser ließ noch einen Verteidiger aussteigen bevor ein strammer Pass in den 16er Rückraum erfolgte. Der eingewechselte Albert Delijaj ließ den Ball noch durch die Beine zum besser postierten Kayra Arikan durch und dieser vollstreckte eiskalt. Das dieses Tor Aufschwung gab, mussten die Gäste dann bereits 5 Minuten später schmerzhaft spüren.

Ähnlich wie das 1:0 gab es auch hier wieder eine Arikan-Delijaj Kooproduktion. Zuerst wurde Albert Delijaj im Halbfeld zu Fall gebracht. Den fälligen Freistoss zog Kayra Arikan gekonnt in den 16er. Im Getümmel schaltete Albert Delijaj am schnellsten und schoss zum 2:0 Halbzeitstand ein.

Die Gäste aus Moosach wollten es nach dem Anpfiff der 2. Halbzeit nochmals wissen und erhöhten für 10 Minuten spürbar den Druck auf das Ismaninger Tor. Anders als noch eine Woche zuvor, stand die Ismaninger Defensive um das neue Innenverteidiger-Team Demir Inajetovic und Florian Adam dieses Mal aber 100%ig. Die Gäste konnten noch eine Handvoll Abschlüsse erreichen, aber den Torwart der Hausherren, Deniz Sonkaya nicht in Gefahr bringen.

Die Ismaninger ihrerseits waren auch für Halbzeit 2 anscheinend gut eingestellt worden und spielten schnell und konzentriert ihre Angriffe auf das Gästetor. In der 55. Minute konnte Kayra Arikan erneut einen Eintrag in die Torjägerliste machen als er einen schönen Alleingang verwandelte.

Albert Delijaj war es zur Freude seines Trainers dann, der einen langen Ball stark mitnahm und den letzten Gegenspieler schnell überlief. Seine mustergültige Ablage, mußte Kapitän Maxi Ertl nur noch über die Linie drücken. Mit dem 4:0 brach nicht nur die Moral der Olympioniken ein, sondern auch deren Laufleistung. Die sich daraus ergebenden Räume nutzen die Ismaninger schnell und effizient zu einem 3-fach Schlag in der 85., 88. und 89. Minute. Dabei konnten sich auch noch Daniel Kojcinovic und erneut Kayra Arikan in die Torschützenliste eintragen der damit einen 3er Pack schnürte.

In Anbetracht der Gästeleistung gerade der ersten Hälfte erscheint das Ergebnis am Ende etwas zu hoch. Gleichwohl ließen die Ismaninger durchaus noch zwei bis drei 100ige Torchancen im Schlussdrittel liegen. Das Trainerteam der Ismaninger zeigte sich nach dem Abpfiff verständlich zufrieden mit der Leistung ihres Teams. Helmut Leidenberger stellte dabei besonders heraus, dass ihn die konsequente Umsetzung der taktischen Marschrichtung besonders gefallen hat. Ein ausdrückliches Lob hatte er aber auch noch für zwei Spieler: „Florian Adam hat heute die Innenverteidigung extrem vorbildlich gespielt obgleich ich weiß, dass dies eigentlich nicht seine Traumposition ist. Seine Leistung spiegelt aber den Charakter des neu formierten Teams gut wieder: in den Dienst der Mannschaft stellen und das Beste geben. Das hat er heute hervorragend gemacht. Bei Albert Delijaj war es ähnlich. Gerade bei Jokereinsätzen ist es erst mal schwer ins Spiel zu kommen. Albert hat heute viele Dinge perfekt umgesetzt, an denen wir gemeinsam schon seit Längerem arbeiten. Er hat sich heute genau dafür belohnen können und ein starkes Spiel gemacht.“                  

Mit den Feldmochingern kommt nächste Woche ein starker Gegner nach Ismaning. Nach einer extrem starken Phase zum Saisonstart, ließen diese in den vergangenen Spieltagen einige Punkte liegen. In der Krise ist dieses Team sicher nicht und wird den Ismaningern wieder alles abverlangen. Ein spannendes Spiel darf erwartet werden.

Quelle: Bernd Klöpfer

  • No tweets