FCI2 mit Torfestival gegen Türk Sport Garching

Nach der Niederlage am ersten Spieltag wollte das Team um Spielertrainer Helmut Leidenberger einige Fehlerquellen abstellen und das erste Heimspiel der Saison erfolgreich gestalten. Das Endergebnis dürfte dann nicht nur die angereisten Garchinger überrascht haben. Am Ende mußten die Gäste die Rückreise mit neun Gegentreffern antreten.

Anders als am vergangenen Wochenende gab es diesmal im Vorfeld des Spieltages keine Übernacht-Hiobsbotschaften und Spielerausfälle. So konnten die Ismaninger dieses Mal auf fast alle Spieler wieder zurückgreifen. Entsprechend engagiert gingen die Hausherren bereits in der Anfangsphase zu Werke und hätten bereits in Minute 1 einnetzen können. Hier versprang Daniel Kojcinovic der Ball in letzter Sekunde. Bereits 2 Minuten später war es erneut der starke Kojcinovic der eine Flanke von Leidenberger nur an den Pfosten setzen konnte. Hier war allerdings bereits die Ismaninger Marschrichtung klar erkennbar.

Die Garchinger Gäste konnten sich nur gelegentlich befreien und mit langen Bällen agieren. Die Torgefahr fand allerdings spätestens an der Abwehrkette um Maxi Schachtner, Demir Inajetovic, Musa Gülten, Felix Arnold und Neukapitän Sebastian Heinenberg ein Ende. Symptomatisch dafür waren vier Torschüsse in Hälfte eins auf das Tor von Torwart Yannick Poyda.

Helmut Leidenberger bemängelte gerade in der Anfangsphase noch lautstark die Umsetzung der taktischen Vorgabe. Er konnte sich in Minute 19 dann aber auch über den ersten Treffer seiner Schützlinge freuen. Wer anders als Torjäger Daniel Kojcinovic hätte es sein können. Der Youngster im Ismaninger Dress verwertete eine Flanke seines Coaches im Stile eines Ibrahimovic. Er vollstreckte die Flanke direkt mit der Schulter unhaltbar für den Garchinger Tormann. Als bereits zwei Minuten später der sehr agile Suhal Moradi nach schönem Dribbling auf 2:0 erhöhte, schien die Ismaninger Maschine angeworfen zu sein. Dies merkten auch die Gäste die ihrerseits versuchten ihre Defensive zu stärken. Dem zunehmend körperbetonten Spiel setzen die Ismaninger Spielstärke entgegen. In Minute 41 war es dann Helmut Leidenberger der mit einem Hackentrick den jungen Benedikt Schwenke in Szene setzte. Dieser spielte sich an zwei gegnerischen Verteidigern vorbei und netzte eiskalt zum 3:0 ein. Dies war auch dann der Pausenstand.

Wer erwartete, dass die Garchinger Gäste aufsteckten, wurde gleich zu Beginn der zweiten Hälfte enttäuscht. Die Nachbarn versuchten mit Druck zum schnellen Gegentor zu kommen, konnten aber wie in Halbzeit eins bereits meist frühzeitig gestoppt werden.

So waren es wiederum die Hausherren mit ihrem gut aufgelegten Daniel Kojcinovic die den Sack in Minute 53 zumachten. Dieser wurde vom Spielertrainer geschickt und ließ sich für die Chance zu seinem zweiten Tor an diesem Tage nicht lange bitten. Nach einer abgefangenen Gästeecke war es dann auch Kojcinovic der zehn Minuten später mit einem schnellen Angriff Helmut Leidenberger bediente. Dieser überlief an der Mittellinie den letzten Mann und vollstreckte zum 5:0. Ein sehr schöner Ball von Felix Arnold in den Lauf von Benedikt Schwenke und dessen überlegter Abschluß zeichneten drei Minuten später dann auch das 6:0.

Im Schlußviertel mußten sich die Gäste zunehmend mit schwindenen Kräften auseinandersetzen, was Räume für die Ismaninger eröffnete. Diese nutzte insbesondere der stark hinter den Spitzen agierende Spielmacher der Ismaninger Maxi Ertl. Der Youngster setzte zu einem Tempolauf an und legte im letzten Moment perfekt auf den mitlaufenden Leidenberger ab. Der hatte keine Mühe und schob zum 7:0 (80.) ein.

Der Hunger von Torjäger Daniel Kojcinovic war an diesem Tag aber auch noch nicht gestillt. Dieser sprintete einer verunglücktem Rückgabe energisch hinterher und überrumpelte den gegnerischen Torwart gekonnt zum 8:0 (82.). Den Schlußpunkt durfte dann in der 88. Minute noch Helmut Leidenberger setzen, nachdem er mustergültig von Daniel Kojcinovic bedient wurde und nur noch einschieben mußte. Vorausgegangen war ein kluges Zuspiel des zuvor eingewechselten Daniel Bieringer.

In Anbetracht der Leistung und Torchancen hätte das Ergebnis an diesem Tag sogar noch höher ausfallen können. Leidenberger betonte nach Spielende aber, dass ihm vor allem zunächst mal eine Stabilisierung und die Umsetzung der Vorgaben wichtig war. Das das Ergebnis so hoch ausgefallen war, freute den Ismaninger Coach zwar, dennoch wollte er aber auch alle auf dem Boden der Tatsachen wissen. „Schön wenn es mal so läuft, wir sollten uns trotzdem weiter daran üben unsere kleineren und größeren Fehler abzustellen. Das hat heute besser geklappt als letzte Woche. Am Ende sehe ich uns in der Entwicklung aber ehrlich gesagt noch lange nicht.“

Nachdem aber auch Vorstand Emanuel Eisenreich am Ende ein Grinsen im Gesicht hatte, dürften beide an diesem Tag zufrieden gewesen sein. Alles andere wäre auch verwunderlich gewesen.

02.09.2019 Bernd Klöpfer

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